With your help man will be what he was born to be: free and independent.
Weisse Rose 2.0

Vera F. Birkenbihl

Wie und warum das allgemeine Bildungswesen unsere Kinder verkrüppelt von John Taylor Gatto

John Taylor Gatto ist ein ehemaliger Lehrer des Jahres aus dem Staate und der Stadt New York und seit kurzem der Autor von „Die Untergrund-Geschichte der amerikanischen Erziehung“. Er war Mitwirkender in dem Forum „School on a Hill“ von Harpers Magazine, das in der September-Ausgabe des Jahres 2001 erschien.

Ich lehrte die letzten 30 Jahre in einigen der schlimmsten Schulen von Manhattan und in einigen der besten, und während dieser Zeit wurde ich Experte in Sachen Langeweile. Langeweile war überall in meiner Welt, und wenn Sie die Kinder gefragt hätten, so wie ich es oft tat, warum sie sich so langweilten, gaben sie immer die selben Antworten: Sie sagten, dass die Arbeit dumm war, dass es keinen Sinn machte, dass sie es schon längst wussten. Sie sagten, dass sie etwas reales tun möchten, nicht nur herumsitzen. Sie sagten, dass Lehrer anscheinend nicht sehr viel über ihre Fächer wussten, und dass sie offensichtlich nicht daran interessiert wären, mehr zu lernen. Und die Kinder hatten recht: Ihre Lehrer waren genauso gelangweilt, wie sie es waren.
Langeweile ist der gemeinsame Zustand der Schullehrer, und jeder, der Zeit in einem Lehrer-Aufenthaltsraum verbracht hat, kann für die niedrige Energie, das Wimmern, die niedergeschlagenen Einstellungen bürgen, die dort zu finden sind. Wenn sie gefragt werden, warum sie sich so langweilen, neigen Lehrer dazu… die Schuld auf die Kinder zu schieben.
Wer würde sich nicht langweilen, Schüler zu unterrichten, die unverschämt und nur an Noten interessiert sind? Wenn das überhaupt der Fall ist. Natürlich sind Lehrer selber Produkte des … Schulprogramms, das seine Schüler so gründlich langweilt, und als Schul-Belegschaft sind sie in noch rigideren Strukturen gefangen als jene … der Kinder. Wer ist schuld?
Wir alle sind es. Mein Großvater hat mir das beigebracht. An einem Nachmittag, als ich sieben Jahre alt war, klagte ich bei ihm über Langeweile, und er schlug mir hart auf den Kopf. Er sagte mir, dass ich dieses Wort in seiner Anwesenheit nie wieder benutzen dürfte, dass, wenn ich mich langweilte, es meine Schuld wäre und nicht die eines anderen. Die Verpflichtung mich selber zu unterhalten und zu unterrichten war ganz und gar meine. Menschen, die das nicht wüßten, wären kindische Menschen, die man, wenn möglich meiden sollte. …
(re SCHULE) Wir könnten die besten Qualitäten der Jugendlichkeit fördern – Neugierde, Abenteuer, Belastbarkeit, die Kapazität für überraschende Einblicke – einfach dadurch, dass man flexibler wäre, mit Zeit, Texten und Prüfungen, dass man Kinder an wahrhaft kompetente Erwachsene heranführt, und dass man jedem Schüler die Autonomie gibt, die er oder sie benötigt, um gelegentlich ein Risiko einzugehen.
Aber wir tun das nicht. Je mehr ich fragte, warum wir das nicht tun, und darauf bestand, über das „Problem“ des Schulbesuches, wie es ein Ingenieur machen dürfte, nachzudenken, desto mehr hatte ich das Wesentliche nicht begriffen:
Was, wenn es gar kein „Problem“ mit unseren Schulen gäbe? Was, wenn sie so sind, wie sie sind, so kostspielig raffiniert angesichts gesunden Menschenverstandes und langer Erfahrung, wie man Kindern etwas lehrt, nicht weil sie etwas falsch machen, sondern weil sie etwas richtig machen? Ist es möglich, dass George W. Bush versehentlich die Wahrheit sagte, als er sagte, wir würden „kein Kind zurücklassen“? Könnte es sein, dass unsere Schulen darauf ausgelegt sind, sicher zu stellen, dass keiner von ihnen jemals wirklich erwachsen wird?
Brauchen wir wirklich die Schule? Ich meine nicht Schulbildung, sondern aufgezwungene Schulung: sechs Unterrichtsstunden am Tag, fünf Tage die Woche, neun Monate im Jahr, für zwölf Jahre. Ist diese tödliche Routine wirklich nötig? Und wäre es so, für was? Verstecken Sie sich nicht hinter Lesen, Schreiben, Rechnen als Begründung, weil zwei Millionen glücklich zu Hause Unterrichteter diese banale Rechtfertigung mit Sicherheit widerlegen. Selbst wenn sie es nicht wären, eine beträchtliche Zahl von bekannten Amerikanern ging niemals durch die zwölf-Jahre-Wringmaschine, die unsere Kinder momentan durchgehen, und sie wurden alle etwas. George Washington, Benjamin Franklin, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln? Jemand lehrte sie mit Sicherheit, aber sie ware keine Produkte des Schulsystems, und nicht einer von ihnen war jemals Oberschulen-Absolvent. Fast durchwegs durch die amerikanische Geschichte gingen Kinder im allgemeinen nicht zur High School, und doch wurden die Ungeschulten Admiräle, wie Farragut; Erfinder, wie Edison; Kapitäne der Industrie, wie Carnegie und Rockefeller; Schriftsteller, wie Melville und Twain und Conrad; und sogar Wissenschaftler, wie Margaret Mead. In der Tat wurden bis vor kurzem Menschen, die das Alter von 13 Jahren erreichten, überhaupt nicht als Kinder angesehen.

Ariel Durant, die an einem enormen und sehr guten, mehrbändigen Weltgeschichtsband mit ihrem Ehemann Will mitschrieb, heiratete glücklich mit 15 Jahren, und wer könnte halbwegs behaupten, dass Ariel Durant eine ungebildete Person war? Ungeschult vielleicht, aber nicht ungebildet.
Uns wurde in diesem Lande gelehrt (d.h. geschult), dass „Erfolg“ ein Synonym für, oder zumindest abhängig von „Schulung“ sei, aber geschichtlich gesehen ist das nicht wahr, weder im intellektuellen noch finanziellen Sinne. Und eine Menge Menschen auf der Welt finden heutzutage einen Weg, sich selbst zu bilden, ohne in ein System von zwangsmäßigen Oberschulen zu flüchten, die all zu oft Gefängnissen ähneln. Warum also verwechseln Amerikaner Ausbildung mit solch einem System? Was ist, genau gesehen, die Absicht unserer öffentlicher Schulen?
Massen-Schulung einer zwangsmäßigen Art betrat amerikanischen Boden zwischen den Jahren 1905 und 1915, obgleich es viel früher ausgedacht und im größten Teil des 19. Jahrhunderts durchgesetzt wurde. Der Grund für diesen enormen Umbruch des Familienlebens und der kulturellen Traditionen läßt sich grob in drei Punkte aufteilen:
1. Um gute Menschen zu machen.
2. Um gute Bürger zu machen.
3. Damit jede Person sein oder ihr persönlich Bestes gibt.

Diese Ziele werden heute weiterhin regulär angesteuert, und die meisten von uns akzeptieren sie in der einen oder anderen Form als eine anständige Definition der Mission der öffentlichen Schulausbildung, wie Kurzschulen es auch zu erreichen scheinen. Aber wir liegen ja so falsch. Es ist eine Tatsache, dass wir unsere Fehler verschlimmern, dass die landesweite Literatur zahlreiche und überraschend übereinstimmende Feststellungen von der wahren Absicht der zwangsmäßigen Schulausbildung aufweist.
Wir haben z.B. den großen H.L.Mencken, der in „The American Mercury“ vom April 1924 schrieb, dass das Ziel der öffentlichen Schulausbildung nicht sei, die Jungen der Spezies mit Wissen aufzufüllen und ihre Intelligenz zu erwecken.

… Nichts könnte entfernter von der Wahrheit sein. Das Ziel … ist einfach so viel Individuen wie möglich auf den gemeinsamen, sicheren Level herabzusetzen, um eine standartisierte Bürgerschaft auszubrüten und zu trainieren, um abweichende Meinung und Originalität abzuwehren. Das ist ihr Ziel in den Vereinigten Staaten … und das ist ihr Ziel überall sonst. Aufgrund Menckens Reputation eines Satirikers, könnten wir versucht sein, diese Passage als einen übertriebenen Sarkasmus abzulehnen. Sein Artikel spürt jedenfalls die Vorlage für unser eigenes Ausbildungssystem auf, und das geht zurück bis zu dem mittlerweile verschwundenen, obwohl niemals vergessenen, militärischen Preußen-Staat. Und obwohl er sich der Ironie sicherlich bewusst war, dass wir unlängst mit Deutschland im Krieg standen, war Mencken bezüglich des preußischen Gedanken- und Kultur-Erbes absolut ernsthaft. Unser Bildungssystem ist im Ursprung wirklich preußisch, und das ist wirklich ein Grund zur Sorge.
Die sonderbare Tatsache einer preußischen Herkunft unserer Schulen taucht immer auf, sobald man weiß, wie man danach sucht. William James wies am Ende der Jahrhunderts oft darauf hin. Orestes Brown, der Held aus Christopher Laschs Buch „Der wahre und einzige Himmel“ (1991), prangerte öffentlich die Verpreußerung der amerikanischen Schulen damals in den 1840-ern an. Horace Manns „Siebenter Jährlicher Bericht“ an den Massachusetts State Board of Education im Jahre 1843 ist hauptsächlich ein Lobgesang an das Land Friedrichs des Großen und ein Aufruf, seine Schulausbildung hierher zu bringen. Dass sich diese preußische Kultur lange in Amerika abzeichnete, ist kaum überraschend, angesichts unserer früherer Assoziation mit jenem utopischen Staat. Ein Preuße diente als Berater Washingtons während des Revolutionskrieges, und so viele deutsch-sprachige Menschen hatten sich hier bis 1795 angesiedelt, dass der Kongress in Erwägung zog, eine deutsch-sprachige Ausgabe der Bundesgesetze zu veröffentlichen. Aber was schockiert, ist, dass wir so eifrig eines der schlimmsten Aspekte der preußischen Kultur übernahmen: Ein Ausbildungssystem absichtlich dafür konzipiert, um mittelmäßige Geistesschärfe zu produzieren, um das innere Leben zu verkrüppeln, um den Schülern nennenswerte Führungsqualitäten zu verweigern, und um fügsame und unvollendete Bürger zu garantieren, um das gemeine Volk „kontrollierbar“ zu machen.
Es war von James Bryant Conant – zwanzig Jahre Präsident von Harvard, Giftgas-Spezialist im 1. Weltkrieg, Ausführender des Atombomben-Projektes im 2. Weltkrieg, Oberkommissar in der amerikanischen Zone in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, und wahrlich einer der einflussreichsten Figuren des 20. Jahrhunderts – dass ich von den wirklichen Absichten der amerikanischen Schulausbildung Wind bekam. Ohne Conant würden wir wahrscheinlich nicht den gleichen Stil und Grad standartisierter Tests haben, wie wir sie heute genießen, noch würden wir mit riesigen High Schools gesegnet sein, die zur selben Zeit 2000 bis 4000 Schüler lagern, so wie die berühmte Colombine High in Littleton, Colorado. Kurz nachdem ich aus dem Lehramt ausgeschieden war, gabelte ich Conants buch-langes Essay aus dem Jahr 1959 auf (Das Kind, der Elternteil und der Staat), und war mehr als ein bißchen fasziniert, wie er beiläufig erwähnte, dass die modernen Schulen, denen wir beiwohnen, das Ergebnis einer „Revolution“, ausgereift zwischen 1905 und 1930, waren.
Eine Revolution? Er führt es nicht näher aus, aber er richtet die Neugierigen und Uninformierten auf das Buch „Prinzipien der höheren Schulbildung“ von Alexander Inglis aus dem Jahr 1918, in welchem „man diese Revolution durch die Augen eines Revolutionärs sah“.
Inglis, nach dem eine Vorlesung über Bildung an der Harvard University benannt worden ist, macht es völlig klar, dass zwangsmäßige Schulbildungen auf diesem Kontinent dafür gedacht waren, was es für Preußen in den 1820-ern war: eine fünfte Kolonne in der bourgeoisen, demokratischen Bewegung, die damit drohte, den Kleinbauern und den Proletariern eine Stimme am Verhandlungstisch zu geben.
Moderne, industrialisierte, zwangsmäßige Schulbildung sollte eine Art chirurgischen Einschnitt in die angehende Einigkeit dieser Unterklassen machen. Trenne Kinder nach Fachgebiet, nach Altersklassen, nach konstanten Test-Rangordnungen und nach vielen anderen, noch ausgetüftelteren Mitteln, und es war unwahscheinlich, dass die unwissende Masse von Menschheit, getrennt in der Kindheit, sich jemals in ein gefährliches Ganzes re-integrieren würde.
Inglis gliedert die Absicht – die tatsächliche Absicht – der modernen Schulausbildung in sechs elementare Funktionen, von denen jede ausreicht, um die Haare der Unschuldigen zu Berge stehen zu lassen, und um die drei, zuvor aufgelisteten, traditionellen Ziele zu glauben:

1. Die verstellbare oder anpassungsfähige Funktion. Schulen müssen feste Reaktions-Gewohnheiten gegenüber Autoritäten etablieren. Dies schließt natürlich kritisches Beurteilen komplett aus. Es zerstört außerdem so ziemlich die Idee, dass nützliches oder interessantes Material gelehrt werden sollte, weil man reflexiven Gehorsam solange nicht testen kann, bis man weiß, ob man es schaft, dass Kinder etwas lernen und sie alberne und langweilige Sachen tun.

2. Die integrierende Funktion. Dies könnte gut „die Anpassungs-Funktion“ genannt werden, weil ihre Absicht ist, Kinder so gleich zu machen wie möglich. Menschen, die sich anpassen sind vorhersehbar, und das nützt außerordentlich jenen, die viele Erwerbspersonen nutzbar machen und manipulieren wollen.

3. Die diagnostische und weisende Funktion. Die Schule sollte die angemessene soziale Rolle eines jeden Schülers beschließen. Dies wird getan, indem man Beweise mathematisch und anekdotenhaft in kumulativen Aufzeichnungen protokolliert. So wie in „deine permanenten Aufzeichnungen“. Ja, Sie haben eine.

4. Die differenzierende Funktion. Ist einmal ihre soziale Rolle „diagnostiziert“, müssen Kinder nach ihrer Rolle sortiert und nur so weit trainiert werden, wie ihr Ziel in der sozialen Maschinerie es verdient – und keinen Schritt weiter. So viel dazu, wie man Kinder dazu bringt, ihr persönlich Bestes zu geben.

5. Die selektive Funktion. Dies bezieht sich überhaupt nicht auf die menschliche Wahlmöglichkeit, sondern auf Darwins Theorie der natürlichen Selektion, anwendungsbezogen auf das, was er „die begünstigten Rassen“ nannte. Kurz, die Idee ist, den Dingen auf den Weg zu helfen, indem man bewusst versucht, die Aufzucht zu verbessern. Schulen sind dafür da, den Untauglichen zu markieren – mit schlechten Noten, Nachhilfeunterricht und anderen Strafen – klar genug, damit ihre Gleichaltrigen sie als tieferstehend akzeptieren werden und sie in wirksamer Weise aus den sich reproduzierenden Wettspielen ausschließen. Das ist, was all diese kleinen Erniedrigungen von der ersten Klasse an zu tun hatten: Den Dreck wegzuwaschen.

6. Die einführende Funktion. Das gesellschaftliche System, angedeutet von diesen Regeln, wird eine elitäre Gruppe von Aufsehern erfordern. Zu diesem Zweck wird eine kleine Fraktion von Kindern leise gelehrt werden, wie man dieses anhaltende Projekt bewerkstelligt, wie man auf eine Population aufpasst und sie kontrolliert, deren geistiges Niveau absichtlich so weit ordnungsgemäß heruntergeschraubt wird, damit die Regierung unbestritten weitermachen darf und Kapitalgesellschaften sie niemals für folgsame Arbeit wollen würden.

Das ist unglücklicherweise die Absicht der vorgeschriebenen öffentlichen Schulbildung in diesem Lande. Und damit man Inglis nicht für einen isolierten Spinner mit einer eher zu zynischen Einstellung gegenüber dem pädagogischen Unternehmen hält, sollte man wissen, dass er kaum ein alleiniger Vorkämpfer dieser Ideen war.
Conant selbst, aufbauend auf den Ideen von Horace Mann und anderen, kämpfte unermüdlich für ein amerikanisches Schulsystem, welches nach den selben Zügen konstruiert wurde.
Männer wie George Peabody, der die Sache der vorgeschriebenen Schulausbildung im ganzen Süden finanziell unterstützte, verstand sicherlich, dass das preußische System nicht nur im Erschaffen einer harmlosen Wählerschaft und einer unterwürfigen Arbeiterschaft brauchbar, sondern auch einer virtuellen Herde von geistlosen Verbrauchern war.
Rechtzeitig begriff eine große Anzahl von Industrie-Titanen die enormen Profite, die man hätte, wenn man gerade solch eine Herde durch öffentliche Schulbildung kultivieren und pflegen würde, unter ihnen Andrew Carnegie und John D. Rockefeller.

Da haben Sie es. Jetzt wissen Sie es. Wir benötigen nicht das Konzept von Karl Marx von einem großen Klassenkampf, um zu sehen, dass es im Interesse komplexen Managements ist, ökonomisch oder politisch, das geistige Niveau der Menschen herunterzuschrauben, sie zu demoralisieren, sie von einander zu trennen und sie wegzuwerfen, sollten sie sich nicht fügen.
Die Klasse möge die Absicht formulieren, so wie damals Woodrow Wilson, damaliger Präsident der Princeton University, das folgende zur New York City School Teachers Association im Jahr 1909 sagte: „Wir wollen eine Klasse von Personen, die eine liberale Bildung haben, und wir wollen eine weitere Klasse von Personen, eine sehr viel größere Klasse, der Notwendigkeit, in jeder Gesellschaft, die auf die Privilegien einer liberalen Bildung verzichtet und sich selber anpasst, um speziell schwierige, manuelle Aufgaben auszuführen.“

Aber die Motive hinter den abscheulichen Entscheidungen, die diese Ziele herbeiführen, müssen überhaupt nicht klassen-basierend sein. Sie können völlig aus der Angst herrühren oder aus dem mittlerweile geläufigen Glauben, dass „Effizienz“, eher als Liebe, Befreiungskampf, Lachen oder Hoffnung, die überragende Tugend ist. Vor allem können sie aus einfacher Gier herrühren.

Es gab schließlich gewaltige Vermögen zu machen, in einer Wirtschaft, die auf Massenproduktion basiert, und organisiert ist, um die großen Unternehmen eher zu begünstigen, als den kleinen Betrieb oder die familiäre Farm. Aber Massenproduktion benötigte Massenverbrauch, und am Ende des 20. Jahrhunderts betrachteten die meisten Amerikaner es sowohl als unnatürlich als auch unklug, Dinge zu kaufen, die sie nicht wirklich brauchten.
Vorgeschriebene Schulausbildung war da von Gott gesandt. Die Schule musste die Kinder nicht in irgendeiner Richtung trainieren zu denken, dass sie nonstop konsumieren sollten, weil sie sogar etwas besseres machte: Sie ermutigte sie, überhaupt nicht zu denken. Und das ließ sie zur leichten Beute der nächsten großen Erfindung der modernen Ära werden – Marketing.

Nun müssen Sie nicht Marketing studiert haben, um zu wissen, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt, die immer überzeugt werden können, mehr zu konsumieren, als sie brauchen: Süchtige und Kinder. Die Schule hat einen ziemlich guten Job gemacht, unsere Kinder in Süchtige zu verwandeln, jedoch hat sie einen spektakulären Job gemacht, unsere Kinder in Kinder zu verwandeln. Es ist wieder kein Zufall. Theoretiker von Plato bis Rousseau bis zu unserem Dr. Inglis wussten, wenn Kinder mit anderen Kindern abgeschieden werden könnten, von Verantwortung und Unabhängigkeit entbunden, ermutigt nur die trivialsten Emotionen der Gier, des Neides, der Eifersucht und der Angst zu entwickeln, würden sie zwar älter werden, aber niemals wirklich erwachsen sein.
In der Ausgabe seines ehemals sehr bekannten Buches „Öffentliche Schulbildung in den Vereinigten Staaten“ aus dem Jahr 1934 detaillierte und rühmte Ellwood P. Cubberley den Weg, dass die Strategie der sukzessiven Schulvergrößerungen die Kindheit um bis zu zwei bis sechs Jahren ausweitete. Und Zwangs-Schulausbildung war zu jenem Zeitpunkt noch ziemlich neu. Dieser selbe Cubberley – der Dekan der Stanford’s School of Education, ein Buch-Herausgeber bei Houghton Mifflin und Freund von Conant und Korrespondent in Harvard war – hatte das folgende in der Ausgabe von seinem Buch „Öffentliche Schulverwaltung“ des Jahres 1922 geschrieben:
“ Unsere Schulen sind … Fabriken, in denen die rohen Produkte (Kinder) geformt und gestaltet werden müssen … Und es ist die Angelegenheit der Schule, seine Schüler entsprechend der festgeschriebenen Spezifikationen zusammen zu bauen.“

Von unserer heutigen Gesellschaft aus gesehen, ist es völlig offensichtlich, was diese Spezifikationen waren. Bis jetzt wurde Reife aus fast allen Aspekten unseres Lebens verbannt. Leichte Scheidungsgesetze haben die Notwendigkeit an Beziehungen zu arbeiten beseitigt; leichter Kredit hat die Notwendigkeit der finanziellen Selbstkontrolle beseitigt; leichte Unterhaltung hat die Notwendigkeit des Lernens, sich selbst zu unterhalten, beseitigt; leichte Antworten haben die Notwendigkeit Fragen zu stellen beseitigt. Wir wurden eine Nation der Kinder. Glücklich geben wir unser Urteilsvermögen und unseren Willen an politische Ermahnungen und kommerzielle Schmeicheleien ab, was tatsächliche Erwachsene beleidigen würde.
Wir kaufen Fernsehapparate, und dann kaufen wir Dinge, die wir im Fernsehen sehen. Wir kaufen Computer, und dann kaufen wir die Dinge, die wir im Computer sehen. Wir kaufen Turnschuhe für 150 Dollar, ob wir sie brauchen oder nicht, und wenn sie zu früh auseinander fallen, kaufen wir ein neues Paar. Wir fahren Geländewagen und glauben die Lüge, dass sie eine Art von Lebensversicherung darstellen, sogar wenn wir in ihnen auf dem Kopf sind. Und das Schlimmste von allen, wir schlagen kein Auge zu, wenn Ari Fleischer uns sagt: „Paß auf, was du sagst!“. Sogar wenn wir uns erinnern, dass uns irgendwann damals in der Schule gesagt wurde, dass Amerika das Land der Freien sei. Wir kaufen auch das einfach ab. Unsere Schulausbildung hat sich, wie beabsichtigt, um alles gekümmert.

Nun zu den guten Nachrichten. Verstehen Sie einmal die Logik hinter der modernen Schulausbildung, sind ihre Tricks und Fallen ziemlich leicht zu umgehen. Die Schule trainiert Kinder auf Angestellte oder Verbraucher; lehren Sie Ihre Eigenen, Anführer und Abenteurer zu sein. Die Schule trainiert Kinder, reflexiv zu gehorchen; lehren Sie Ihre Eigenen, kritisch und unabhängig zu denken. Gut geschulte Kinder haben eine niedrige Schwelle der Langeweile; helfen Sie Ihren Eigenen, ein inneres Leben zu entwickeln, damit sie sich niemals langweilen werden. Drängen Sie sie, dass ernste Material aufzunehmen, das erwachsene Material, in Geschichte, Literatur, Philosophie, Musik, Kunst, Wirtschaft, Theologie – all diesen Stoff, den Schullehrer gut zu meiden wissen. Fordern Sie Ihre Kinder mit reichlich Alleinsein heraus, so dass sie lernen können, ihre eigene Gesellschaft zu genießen, damit sie innere Dialoge führen können.
Gut geschulte Menschen müssen das Alleinsein fürchten, und sie suchen ständig Begleitung, durch den Fernseher, den Computer, das mobile Telephon und durch oberflächliche Freundschaften, die schnell geschlossen und schnell wieder verlassen werden. Ihre Kinder sollten ein bedeutungsvolleres Leben haben, und sie können es haben.
Zunächst jedoch müssen wir aufwachen, damit wir sehen, was unsere Schulen wirklich sind: Laboratorien mit Experimenten, die sich dem jungen Geist widmen, Pauk-Center der Gewohnheiten und Haltungen, die die Konzerngesellschaft verlangt. Gezwungene Schulbildung dient den Kindern nur zufällig; ihre wahre Absicht ist, sie in Diener zu verwandeln.
Erlauben Sie Ihren Eigenen nicht, ihre Kindheit zu verlängern, nicht mal für einen Tag lang. Wenn David Farragut mit unter zehn Jahren das Kommando eines eroberten britischen Kriegsschiffes übernehmen konnte, wenn Thomas Edison im Alter von zwölf ein Flugblatt veröffentlichen konnte, wenn Ben Franklin im selben Alter sich selber zum Drucker ausbildete (dann schickte er sich selber durch ein Studium, was einen Yale-Studenten heutzutage rot anlaufen lassen würde), dann gibt es nichts zu sagen, was Ihre eigenen Kinder tun könnten. Nach einem langen Leben, und dreißig Jahren in den öffentlichen Schulgräben, kam ich zu dem Schluß, dass Genie so alltäglich ist, wie Schmutz. Wir unterdrücken unser Genie nur, weil wir noch nicht herausgefunden haben, wie man eine Bevölkerung gebildeter Männer und Frauen handhabt. Die Lösung, denke ich, ist einfach und glorreich. Lassen Sie sie sich selbst führen.

Warum unser Schulsystem schnellstmöglich verbessert werden muss !

Kurz und einfach es ist ungerecht !

Unser Schulsystem geht fälschlicherweise davon aus dass jeder bei seiner Geburt die gleichen Eigenschaften mit auf den Weg bekommt. Das ist aber falsch, manche Menschen können schneller neue Informationen aufnehmen als andere, das liegt an der neuronalen Geschwindigkeit unseres Gehirns.

Rädchen 1: NEURONALE GESCHWINDIGKEIT

Es geht um die angeborene neuronale Geschwindigkeit, d.h. um das Tem­po, in dem unsere Neuronen feuern. Das ist das „Rädchen“, an dem wir nicht drehen können… Wer SCHNELL angelegt ist, kann schnell „schalten“, das sind Leute, die bei I.Q.-Tests tatsächlich besser abschneiden, so daß wir eine gewisse Korrelation zwischen PERKINS’ erstem Faktor und dem sog. IQ.-Test sehen kön­nen. Dabei ist folgendes wichtig:
1. Wir merken, ob wir „NEURONAL LANGSAM“ oder „SCHNELL“ sind, wenn wir NEUES verarbeiten müssen. Wann haben Sie das letzte Mal etwas NEUES gelernt? Ein neuer Tanz, eine neue Sprache, neue Fakten (Wissen) – was immer. Und wie war es früher,wenn Sie NEUES lernen mußten (z.B. in der Schule)? Kamen Sie sich damals öfter„ doof vor, weil so viele andere schneller als Sie „kapierten“?
2. DAS PROBLEM FÜR DIE NEURONAL LANGSAMEN BESTEHT VOR ALLEM DARIN, daß es das Selbstwertgefühl angreift, wenn man nie erfährt, daß neuronal Langsame beim Erst-lemen einfach länger brauchen! Gleichzeitig aber neigen die Langsamen dazu, den Dingen gründlicher „auf den Grund“ zu gehen (man beachte die Wort­bildung!), weil sie, wie EINSTEIN einmal sagte, „sich alles Wichtige selber beibrin­gen müssen“. Dieses Sich-Belehren“ aber fordert von den Lernenden, was teure Privatschulen ebenfalls erzwingen: man muß sich den Stoff autonom erarbeiten.
3. NEURONAL SCHNELLE tun sich manchmal anfangs so leicht, daß alle in ihrer Umgebung (Familie, Nachbarn, Freunde der Familie etc.) sie für besonders begabt halten. Es wird auch bezüglich I.Q. immer wieder betont, daß SCHNELLIGKEIT einer der Faktoren sei, an denen man hohen I.Q. erkennen könne. Tatsache aber ist, daß dies NUR BEI UNSEREM SCHULSYSTEM bis ca. Alter 15 „gut geht“, da unser Unterricht an Regelschulen so extrem flach ist (an exklusiven Schulen fallen diese „Überflieger!“ eher auf und lernen, Dingen auf den Grund zu gehen, weil diese Schulen sowohl für langsame als auch für schnelle Kinder besser sind als die meisten Regelschulen.
Leider sind viele Regelschulen keine Orte an denen man lernen würde, wie man lernt. Sie vermittelt PAUK-METHODEN, die aber LERN-Wege, denn LERNEN muß m.E. immer BEGREIFEN, „durchdenken“, in die Tiefe gehen beinhalten etc., PAUKEN hingegen erzeugt im Kopf ein Vakuum…
Stellen Sie erstens fest, ob Sie neuronal eher schnell oder langsam sind und lernen Sie, Dinge in dem Tempo, das zu Ihnen paßt, anzugehen. Versuchen Sie anderen Menchen keinesfalls auf Ihr Tempo zu bringen; lassen Sie es zu, daß andere schneller oder langsamer als Sie selbst lernen (arbeiten) wollen. Da dieser Faktor angeboren ist, können Sie Ihre Partnerin, Kinder, SchülerInnen etc. nur verunsichern, wenn Sie ihnen einreden, sie müßten anders (z.B. schneller) lernen, als sie können …

Rädchen 2: Gelerntes; Erfahrungen und Wissen

Meine „alten“ LeserInnen kennen mein Dnek-Modell des Wissens-Netzes (1. jeder Faden ein Bit; 2. es ist leichter, neue Details in vorhandene Fäden „einzuhäkeln““ als außerhalb des Netzets neue Fäden zu bilden…). Dieses Denk-Bild kann uns helfen, PERKINS-2 zu verstehen: je mehr wir wissen, desto leichter können wir NEUES lernen, wenn nämlich das NEUE bereits Fäden im Wissens-Netz vorfindet, an das es ANDOCKEN kann. Im Klartext bedeutet das:
1. Je mehr wir wissen, desto mehr Infos können irgendwo „andocken“, sind also nicht mehr 100% neu, somit nivellieren wir den Unterschied zwischen schnelleren und langseren Denkern.
2. Je mehr wir wissen, auf desto mehr Infos (Daten, Fakten, Erfahrungen etc.) können wir zurückgreifen, wenn wir denken wollen. Also können wir INTELLIGENTER denken. Das ist das Hauptanliegen von PERKINS‘ Konzept der LERNBAREN INTELLIGENZ!
3. Je mehr wir wissen, desto mehr Assoziationen „ergeben sich“, wenn wir denken, deshalb wird uns mehr „einfallen“. Man könnte auch sagen „zufallen“ (welch ein Zufall!), so daß mehr wissen uns auch KREATIVER macht!
Hier sehen wir einen großen Unterschied zwischen bidlungsnahen und bildungsfernen Familien: Je bildungsferner, desto größer ist die Gefahr, daß das Wissensnetz sehr klein bleibt, was von Jahr zu Jahr mehr Lern-Probleme schaffen wird, insbesondere in einem Regelschul-System, das bildungsfernen nicht wirklich helfen möchte! Je bildungsnäher, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß die Eltern das Kind regelmäßig auffordern, auch neben der Schule zu lernen…

Rädchen 3: Wir können wählen!

PERKINS nennt diesen Aspekt reflexive Intelligenz, d.h. unsere Fähigkeit über Methoden, Strategien, Techniken (wie wir denken, lernen, Probleme lösen etc.) nachzudenken! Dies ist sein großer Geniestreich: Indem wir die Methode ändern, ändern wir die Ergebnisse und können besser leisten. Interessanterweise tut man das in allen Bereichen des Lebens, mit Ausnahme des Schulsystems. Findet jemand heraus, daß sein Nachbar einen Trick gefunden hat, mit dem man ein Problem besser lösen kann, will er diesen Trick LERNEN und anwenden (er will also z.B. ebenfalls INTELLIGENTER grillen). Dasselbe gilt im GESCHÄFTSLEBEN: Firmen müssen neue Methoden, Technologien, Erfindungen sogar patentrechtlich schützen lassen bzw. verstecken (Pläne im Safe) und ver-HEIMLICH-en, weil die Konkurrenz sie nachahmen würde, um ähnlich erfolgreich zu werden. Aber in der Schule? Da beobachten wir seit Jahrzehnten, daß die meisten Nachhilfestunden für Sprache „draufgehen“ (Muttersprache und Fremdsprachen), welche bildungsferne Familien sich nicht leisten können und so geben wir gerade jenen, denen die Schule bieten sollte, was zuhause fehlt, diese Chance NICHT. Man geht lieber davon aus, die Schüler seien desinteressiert, faul etc., statt zu tun, WAS MAN IN JEDER ANDEREN BRANCHE TÄTE: Den Prozess selbst unter die Lupe zu nehmen.
Wenn sich Nachhilfe auf einen Themenkomplex konzentriert, muß an seineer Vermittlung etwas grundsätzlich falsch laufen, sonst würden sich Nachhilfestunden demokratisch über ALLE Fächer verteilen. Aber das ist nicht der Fall! Es gehört seit Jahrzehnten zu meinen Tätigkeiten nachzuweisen, daß es anders besser kehr. Allerdings muß ich sagen, daß das Interesse von Lehern, den Sprach- (und Sprachen-) Unterricht zu verbessern, fast bei Null liegt. Die Tatsache, daß die wenigen, die es probieren, plötzlich weit „intelligentere“ und „interessiertere“, d.h. „motiviertere“ SchülerInnen im Klassenzimmer haben, führt manchmal dazu, daß die erfolgreichen Lehrkräfte von KollegInnen ausgegrenzt werden (viele sind in die Erwachsenenbildung abgewandert, wo zahlende Kunden sich über bessere Methoden freuen!)
FAZIT: Was für das Sprachenlernen gilt, gilt auch für zig andere Tätigkeiten. Als Erwachsener glaubt man als Opfer leider, man sei „unbegabt“, man hält sich in Bezug auf diese Tätigkeit für „dumm“, aber wenn wir die Methode wechseln, ändert sich auch das dramatisch. Es ist sehr spannend, solche Neu-Versuche zu wagen!

Quelle: u.a. Vera F. Birkenbihl (2008): „Lernen lassen“ mvg – Verlag

Weitere Links zum Thema:
http://birkenbihldenkt.wordpress.com/2008/09/07/wie-knipst-man-das-gehirn-an/
http://birkenbihl-com.magix.net/public/augsburg_01.htm

Infos zum Thema „Memetik“

Was ist ein Mem:
Ein Mem ist eine Gedankeneinheit, die sich vervielfältigen (reproduzieren) lässt und auf diesem Weg ihre Existenz (als (Replikator) sichert. Das heißt, dass das Mem auch aktuell reproduziert wird, also mindestens einmal zu einem gegebenen Zeitpunkt vorhanden ist. Bei der Reproduktion übernimmt ein Anderer einen bestimmten Gedanken, der entsprechend dessen persönlichen Erfahrungs- und Erkenntnisrahmens angepasst wird. Die sprachliche Gestaltung ist dabei nicht wesentlich. Deshalb wäre es besser, von einer Vorstellungseinheit zu sprechen. Es kann sich beispielsweise auch um eine Tonfolge handeln (dadadadaaa ? Beginn der 5. Sinfonie Beethovens). Nach Dawkins ist die Replizierbarkeit entscheidend. Beispielsweise sei der Begriff ?Mem? selbst ein Mem, während die drei Buchstaben bzw. Laute ?M?, ?e? und ?m?, aus denen er besteht, keine Meme sind, sofern man sie nicht in ihrer Buchstabeneigenschaft betrachtet.

Beispiele zu Memen (Gedankeneinheit/Ideen):

-9/11 war eine verschwörung der Bush Regierung
-Die Prophezeiung von Celestine (Änderung des Bewustseins)
-Convers All Star (Schuhe)
-u.s.w

Meme können gut oder schlecht sein:

Beispiel: Die Evolutionstherorie ist auch ein Mem, diese gedankeneinheit haben viele Menschen übernommen, um so mehr sie übernommen haben desto stärker wird Sie und lässt andere Meme über dieses Thema nicht mehr oder nur schwer zu. Das blokiert uns für andere Ansichten.

Meme können sowohl unser Bewusstsein einengen (?Das war schon immer so.? oder ?Kann man halt nix machen? oder ?Alle Werber sind Lügner?), d.h. Vorurteile bilden, die unser Denken uns Handeln entsprechend blockieren. (Wenn wir Personengruppen allgemein als doof einstufen, werden wir sie meiden, uns nicht mit ihnen austauschen und somit uns selbst neue Meme, also Informationen verwehren). Meme können aber unser Bewusstsein auch erweitern, in dem wir den Mempool entsprechend vergrößern und Tabus, Vorurteile, Konditionierungen etc. entsprechend aus dem Weg gehen oder sie bewusst aushebeln, um unseren Input und damit gleichzeitig unseren kreativen Output zu steigern.

Dieser Film zeigt auf wie man Meme als Werbemedium benutzen kann !
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Mitschnitt von 3Sat über Memetik
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Vera F. Birkenbihl – Viren des Geistes (Ein super Vortrag über die Memetik)
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ZDF Heute-Journal über Virales Marketing
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Virales Marketing am Beispiel Dove
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Weitere wichtige Quellen zum Thema:
DVD: Vera F. Birkenbihl – Viren des Geistes
Wikipedia: Mem
Blog von Patrick Breitenbach: Was sind Meme? Was ist Memetik?