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Monatsarchive: September 2015

Dax geht mit massiven Verlusten ins Wochenende

Dax auf Talfahrt

18.00 Uhr:Der deutsche LeitindexDax verlor am Freitag 2,7 Prozent und schloss bei 10.038 Punkten. Kurzzeitig war er unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gefallen. Auf Wochensicht verbucht der Dax ein Minus von 2,53 Prozent.

DerMDax büßte am Freitag 2,3 Prozent ein, derTecDax 1,76 Prozent.

Zu den größten Verlierern im Dax gehörten die VersorgerE.on undRWE . Sie fielen jeweils um rund fünf Prozent. AuchThyssenKrupp und die Aktien derDeutschen Bank notierten schwach. Gewinner des Tages warLufthansa – die Aktien kletterten um 4,99 Prozent.

Grund für die starken Kursverluste war die Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten in den USA: Die Arbeitslosenquote fiel auf 5,1 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit April 2008. Das Jobwachstum blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist von entscheidender Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve, die unter anderem das Ziel der Vollbeschäftigung verfolgt. Die Märkte sind nun unsicher, ob Fed-Chefin Janet Yellen schon im September erstmals seit der Finanzkrise wiederdie Zinsenanhebt. Diese Unsicherheit ist Gift für die Kurse. Der US-Leitindex Dow Jones notierte tief im Minus.

Österreich erwartet bis zu 10.000 Flüchtlinge

Österterreich stellt sich darauf ein, dass am Samstag bis zu 10.000 Flüchtlinge die Grenzen überschreiten werden. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Polizei des Landes. Nach tagelangem Warten und Auseinandersetzungen mit der ungarischen Polizei  waren In den frühen Morgenstunden bereits 4000 Menschen nahe der Ortschaft Nickelsdorf über die Grenze gekommen. Viele von ihnen hatten Deutschland als Ziel gennant. Ein erster Sonderzug mit 500 Flüchtlingen aus Nickelsdorf wird laut Angaben der Deutschen Bahn zwischen 12.00 und 13.00 Uhr in München erwartet.

Überraschend hatten in der Nacht die in Ungarn gestrandeten Flüchtlinge in Richtung Österreich und Deutschland ausreisen dürfen. Auf ungarischer Seite werden die meisten Flüchtlinge nun mit Bussen an die Grenze gefahren, bevor sie auf der österreichischen Seite von Helfern mit Wasser und Nahrungsmitteln versorgt werden. Die österreichische Polizei beklagt die mangelnde Kooperation Ungarns beim Weitertransport. Man habe die Polizei im Grenzort im Hegyeshalom vergeblich gebeten, die ungarischen Busse bis in den österreichischen Grenzort Nickelsdorf fahren zu lassen, berichtete der Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Die Regierungen in Wien und Berlin hatten sich darauf geeinigt, den Flüchtlingen die Einreise zu gewähren. „Wir sind glücklich. Wir werden nach Deutschland gehe“, sagte ein Syrer bei der Ankunft.

Der erste Bus mit Flüchtlingen war am frühen Morgen an der österreichischen Grenze angekommen, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete. Dort hätten Österreicher sie mit Applaus, Willkommensplakaten und Essen erwartet. Der Bus kam aus Zsambek, 33 Kilometer westlich von Budapest, wo besonders misstrauische Flüchtlinge zu Fuß Richtung Westen unterwegs waren. Sie ließen von mehreren zur Verfügung stehenden Bussen nur einen einzigen losfahren – unter der Bedingung, dass auch Journalisten oder Aktivisten mitfahren. Sie hatten Angst, dass die Regierung sie wieder in ein ungarisches Flüchtlingslager bringen wolle anstatt an die Westgrenze. Nachdem sie erfahren hatten, dass der erste Bus an der österreichischen Grenze angekommen war, folgten sie in weiteren zehn Bussen.