With your help man will be what he was born to be: free and independent.
Weisse Rose 2.0

Monatsarchive: Januar 2010

Warum unser Schulsystem schnellstmöglich verbessert werden muss !

Kurz und einfach es ist ungerecht !

Unser Schulsystem geht fälschlicherweise davon aus dass jeder bei seiner Geburt die gleichen Eigenschaften mit auf den Weg bekommt. Das ist aber falsch, manche Menschen können schneller neue Informationen aufnehmen als andere, das liegt an der neuronalen Geschwindigkeit unseres Gehirns.

Rädchen 1: NEURONALE GESCHWINDIGKEIT

Es geht um die angeborene neuronale Geschwindigkeit, d.h. um das Tem­po, in dem unsere Neuronen feuern. Das ist das „Rädchen“, an dem wir nicht drehen können… Wer SCHNELL angelegt ist, kann schnell „schalten“, das sind Leute, die bei I.Q.-Tests tatsächlich besser abschneiden, so daß wir eine gewisse Korrelation zwischen PERKINS’ erstem Faktor und dem sog. IQ.-Test sehen kön­nen. Dabei ist folgendes wichtig:
1. Wir merken, ob wir „NEURONAL LANGSAM“ oder „SCHNELL“ sind, wenn wir NEUES verarbeiten müssen. Wann haben Sie das letzte Mal etwas NEUES gelernt? Ein neuer Tanz, eine neue Sprache, neue Fakten (Wissen) – was immer. Und wie war es früher,wenn Sie NEUES lernen mußten (z.B. in der Schule)? Kamen Sie sich damals öfter„ doof vor, weil so viele andere schneller als Sie „kapierten“?
2. DAS PROBLEM FÜR DIE NEURONAL LANGSAMEN BESTEHT VOR ALLEM DARIN, daß es das Selbstwertgefühl angreift, wenn man nie erfährt, daß neuronal Langsame beim Erst-lemen einfach länger brauchen! Gleichzeitig aber neigen die Langsamen dazu, den Dingen gründlicher „auf den Grund“ zu gehen (man beachte die Wort­bildung!), weil sie, wie EINSTEIN einmal sagte, „sich alles Wichtige selber beibrin­gen müssen“. Dieses Sich-Belehren“ aber fordert von den Lernenden, was teure Privatschulen ebenfalls erzwingen: man muß sich den Stoff autonom erarbeiten.
3. NEURONAL SCHNELLE tun sich manchmal anfangs so leicht, daß alle in ihrer Umgebung (Familie, Nachbarn, Freunde der Familie etc.) sie für besonders begabt halten. Es wird auch bezüglich I.Q. immer wieder betont, daß SCHNELLIGKEIT einer der Faktoren sei, an denen man hohen I.Q. erkennen könne. Tatsache aber ist, daß dies NUR BEI UNSEREM SCHULSYSTEM bis ca. Alter 15 „gut geht“, da unser Unterricht an Regelschulen so extrem flach ist (an exklusiven Schulen fallen diese „Überflieger!“ eher auf und lernen, Dingen auf den Grund zu gehen, weil diese Schulen sowohl für langsame als auch für schnelle Kinder besser sind als die meisten Regelschulen.
Leider sind viele Regelschulen keine Orte an denen man lernen würde, wie man lernt. Sie vermittelt PAUK-METHODEN, die aber LERN-Wege, denn LERNEN muß m.E. immer BEGREIFEN, „durchdenken“, in die Tiefe gehen beinhalten etc., PAUKEN hingegen erzeugt im Kopf ein Vakuum…
Stellen Sie erstens fest, ob Sie neuronal eher schnell oder langsam sind und lernen Sie, Dinge in dem Tempo, das zu Ihnen paßt, anzugehen. Versuchen Sie anderen Menchen keinesfalls auf Ihr Tempo zu bringen; lassen Sie es zu, daß andere schneller oder langsamer als Sie selbst lernen (arbeiten) wollen. Da dieser Faktor angeboren ist, können Sie Ihre Partnerin, Kinder, SchülerInnen etc. nur verunsichern, wenn Sie ihnen einreden, sie müßten anders (z.B. schneller) lernen, als sie können …

Rädchen 2: Gelerntes; Erfahrungen und Wissen

Meine „alten“ LeserInnen kennen mein Dnek-Modell des Wissens-Netzes (1. jeder Faden ein Bit; 2. es ist leichter, neue Details in vorhandene Fäden „einzuhäkeln““ als außerhalb des Netzets neue Fäden zu bilden…). Dieses Denk-Bild kann uns helfen, PERKINS-2 zu verstehen: je mehr wir wissen, desto leichter können wir NEUES lernen, wenn nämlich das NEUE bereits Fäden im Wissens-Netz vorfindet, an das es ANDOCKEN kann. Im Klartext bedeutet das:
1. Je mehr wir wissen, desto mehr Infos können irgendwo „andocken“, sind also nicht mehr 100% neu, somit nivellieren wir den Unterschied zwischen schnelleren und langseren Denkern.
2. Je mehr wir wissen, auf desto mehr Infos (Daten, Fakten, Erfahrungen etc.) können wir zurückgreifen, wenn wir denken wollen. Also können wir INTELLIGENTER denken. Das ist das Hauptanliegen von PERKINS‘ Konzept der LERNBAREN INTELLIGENZ!
3. Je mehr wir wissen, desto mehr Assoziationen „ergeben sich“, wenn wir denken, deshalb wird uns mehr „einfallen“. Man könnte auch sagen „zufallen“ (welch ein Zufall!), so daß mehr wissen uns auch KREATIVER macht!
Hier sehen wir einen großen Unterschied zwischen bidlungsnahen und bildungsfernen Familien: Je bildungsferner, desto größer ist die Gefahr, daß das Wissensnetz sehr klein bleibt, was von Jahr zu Jahr mehr Lern-Probleme schaffen wird, insbesondere in einem Regelschul-System, das bildungsfernen nicht wirklich helfen möchte! Je bildungsnäher, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß die Eltern das Kind regelmäßig auffordern, auch neben der Schule zu lernen…

Rädchen 3: Wir können wählen!

PERKINS nennt diesen Aspekt reflexive Intelligenz, d.h. unsere Fähigkeit über Methoden, Strategien, Techniken (wie wir denken, lernen, Probleme lösen etc.) nachzudenken! Dies ist sein großer Geniestreich: Indem wir die Methode ändern, ändern wir die Ergebnisse und können besser leisten. Interessanterweise tut man das in allen Bereichen des Lebens, mit Ausnahme des Schulsystems. Findet jemand heraus, daß sein Nachbar einen Trick gefunden hat, mit dem man ein Problem besser lösen kann, will er diesen Trick LERNEN und anwenden (er will also z.B. ebenfalls INTELLIGENTER grillen). Dasselbe gilt im GESCHÄFTSLEBEN: Firmen müssen neue Methoden, Technologien, Erfindungen sogar patentrechtlich schützen lassen bzw. verstecken (Pläne im Safe) und ver-HEIMLICH-en, weil die Konkurrenz sie nachahmen würde, um ähnlich erfolgreich zu werden. Aber in der Schule? Da beobachten wir seit Jahrzehnten, daß die meisten Nachhilfestunden für Sprache „draufgehen“ (Muttersprache und Fremdsprachen), welche bildungsferne Familien sich nicht leisten können und so geben wir gerade jenen, denen die Schule bieten sollte, was zuhause fehlt, diese Chance NICHT. Man geht lieber davon aus, die Schüler seien desinteressiert, faul etc., statt zu tun, WAS MAN IN JEDER ANDEREN BRANCHE TÄTE: Den Prozess selbst unter die Lupe zu nehmen.
Wenn sich Nachhilfe auf einen Themenkomplex konzentriert, muß an seineer Vermittlung etwas grundsätzlich falsch laufen, sonst würden sich Nachhilfestunden demokratisch über ALLE Fächer verteilen. Aber das ist nicht der Fall! Es gehört seit Jahrzehnten zu meinen Tätigkeiten nachzuweisen, daß es anders besser kehr. Allerdings muß ich sagen, daß das Interesse von Lehern, den Sprach- (und Sprachen-) Unterricht zu verbessern, fast bei Null liegt. Die Tatsache, daß die wenigen, die es probieren, plötzlich weit „intelligentere“ und „interessiertere“, d.h. „motiviertere“ SchülerInnen im Klassenzimmer haben, führt manchmal dazu, daß die erfolgreichen Lehrkräfte von KollegInnen ausgegrenzt werden (viele sind in die Erwachsenenbildung abgewandert, wo zahlende Kunden sich über bessere Methoden freuen!)
FAZIT: Was für das Sprachenlernen gilt, gilt auch für zig andere Tätigkeiten. Als Erwachsener glaubt man als Opfer leider, man sei „unbegabt“, man hält sich in Bezug auf diese Tätigkeit für „dumm“, aber wenn wir die Methode wechseln, ändert sich auch das dramatisch. Es ist sehr spannend, solche Neu-Versuche zu wagen!

Quelle: u.a. Vera F. Birkenbihl (2008): „Lernen lassen“ mvg – Verlag

Weitere Links zum Thema:
http://birkenbihldenkt.wordpress.com/2008/09/07/wie-knipst-man-das-gehirn-an/
http://birkenbihl-com.magix.net/public/augsburg_01.htm

Doppelspalt-Experiment

Wie sieht eigentlich die Realität aus, in der wir uns bewegen? Alles ist miteinander verschränkt. Raum ist nur die Illusion, das Dinge voneinander entfernt sind. Werfen wir einen Blick in die Quantenphysik… und wir werden kaum glauben, was real ist und was wir als real erachten. Der „Beobachter“ spielt eine entscheidende Rolle. Sehen, staunen, überdenken. … in welcher Dimension lebst eigentlich du?
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Schwarz wie Milch

„Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen“.
Charles Maurice de Talleyrand

Der Grund dafür, dass Menschen an die Öffentlichkeit gehen, ist keineswegs selbstlos. Mit jeder Publikation wird ein Ziel verfolgt. In den meisten Fällen geht es um Anerkennung, Geld oder die Verbreitung der eigenen Meinung. Jeder hat eine eigene Meinung oder geht wenigstens davon aus. Sobald diese öffentlich wird, sollen Menschen beeinflusst werden. Um beeinflussen zu können, muss überzeugend präsentiert werden, wie zum Beispiel in einem kurzen Film durch Schauspieler oder einem Sprecher, der das Gezeigte in gewünschter Weise kommentiert. Manipulativen Charakter bekommt ein Film auch dadurch, dass Bildausschnitte fehlen oder mit anderen bewusst in Zusammenhang gebracht werden. So können beispielsweise selbst zusammenhanglos Milchpreise mit sterbenden Menschen im Irak verglichen werden. Ist das nicht total geschmacklos? Den Wenigsten fällt es auf. Warum auch? Im Vergleich zum Irak Krieg erscheint das Problem der Bauern mit den niedrigen Milchpreisen als nichtig. Die Aussage muss man doch bejahen. Wen kümmert es, dass es den Bauern die Existenz kostet? So schnell und soweit denkt niemand. Glaubst du Manipulation richtet sich nur gegen dich? Skeptisch geworden?
Es ist ein natürlicher Bestandteil vom Leben, dass wir beeinflussen und beeinflusst werden. Auch ich versuche dich auf meine Seite zu ziehen. Denke daran, diese Arbeit bildet keine Ausnahme, denn was hier gesagt und gezeigt wird, ist schlichtweg subjektiv. Weder Quellenangaben noch wissenschaftliche Analysen stützen dieses Projekt. Es bleibt verborgen, woher dieses Wissen stammt. Interessiert das jemanden? Ich schaffe ein typisches Schwarz-Weiß-Denken. Entweder ist man dafür oder dagegen. Ganz schön radikal. Skeptisch geworden?
O.K. die Menschen sind abgestumpft und reagieren auf politische Schreckensmeldungen nur noch bedingt bedrückt. Woran liegt das? An der Gesellschaft? Das hört sich so an, als wäre es etwas Fremdes. Die Gesellschaft, das sind wir! Wieso klingen diese Sätze, so als hätte ein Anderer daran Schuld? Natürlich liegt es letztendlich an der enormen Masse an Informationen, die täglich aufgenommen werden und bei der Masse der Schreckensmeldungen stumpft man mit der Zeit ab. Doch sind wir selber dafür verantwortlich. Sind es nicht wir, die in der Tageszeitung lieber etwas über Berühmtheiten lesen, als über Mord und Todschlag im Irak? Es ist so einfach den Medien dafür die Schuld zu geben und gerade das rechtfertigt unsere passive Haltung. Skeptisch geworden?
Das Bild, das die Werbung vermittelt, stellt nicht die reale Welt dar. Es geht um Ideale, Visionen und Suggestion. Überall sind glückliche, schöne und schlanke Menschen zu sehen, deren Anblick uns verzaubert und wünschen lässt, wir wären so, wie sie. Selbstzweifel, Magersucht und die Flucht in eine Scheinwelt sind die Folgen. Und das alles allein wegen der Werbung? Sicherlich sollten Kinder nicht pausenlos kommerzielles Fernsehen schauen.
Webseitentext
Schwarz wie Milch | (c) 2010 Stefan Kempas | Bachelorarbeit der Hochschule Ulm 3
Doch dafür sind die Eltern verantwortlich. Was sollte die Werbung tun? Aufhören zu werben? Dann können die Unternehmen sofort Insolvenz anmelden. Warum sind wir so empfänglich für Reize? Skeptisch geworden?
Es war schon ein seltsames Phänomen, als die Medien hinsichtlich BSE Angst schürten. Nicht ein Mensch ist in diesem Land daran gestorben. Wäre aber das Gegenteil der Fall gewesen, wäre dann nicht alles gerechtfertigt? Was hat das eigentlich mit Milch zu tun? Überhaupt nichts, außer dass beides vom Rind kommt! Was ist, wenn ich dir sage, Milch, macht krank oder fördert den Alterungsprozess, Milch ist etwas Schlechtes und es gibt Bücher, die diese Thesen belegen? Kann man nicht jedes Produkt in einem positiven oder negativen Licht erscheinen lassen? Zum Beispiel: Eier erhöhen den Cholesterinspiegel, Brot fördert die Zuckerkrankheit, Fleisch begünstigt den Herzinfarkt usw. Das alles kann man irgendwo nachlesen. Was gibt es Unschuldigeres, als die weiße Milch? Verliere ich gerade meine Objektivität? Skeptisch geworden?
Wenn die Welt nur noch aus Lügen besteht, dann wird die Wahrheit das Einzige sein, was niemand mehr glaubt. Ein schöner Satz, oder? Drehen wir ihn mal um. Wenn die Welt nur noch aus Wahrheiten besteht, erkennt niemand mehr die Lüge. Funktioniert auch. Nur weil man einen Satz mit „Ja“ beantworten kann, bedeutet es nicht, dass er deiner Meinung entsprechen muss. Wir leben in keiner schwarz weißen Welt. Manipulation funktioniert aber nach diesem stupiden Prinzip. Wer sich informiert wird eine eigene Meinung haben.
Glaubst du alle Menschen, die diesen Film gesehen haben lesen auch das hier? Dass Manipulation funktioniert ist unsere Schuld..